Beschwerden & Anwendungsbereiche

Stress & Erschöpfung

Eine Müdigkeit, gegen die Ausschlafen machtlos bleibt, dazu innere Unruhe und das Gefühl, ständig von der Reserve zu zehren: Für solche Zustände lässt sich selten ein Befund erheben. Die chinesische Medizin bringt hier ihre eigene Systematik ein.

Erschöpfung hat verschiedene Gesichter

Die TCM schaut genau darauf, in welcher Gestalt sich eine Erschöpfung zeigt. Wer morgens kaum in die Gänge kommt und im Tagesverlauf auflebt, wird anders eingeordnet als jemand, der ab dem Nachmittag nichts mehr zustande bringt oder nachts wach liegt und trotzdem müde bleibt. Ebenso zählt, ob innere Unruhe das Bild bestimmt oder eher Schwere und Antriebslosigkeit. Häufig ist der Zusammenhang mit Schlaf und Verdauung ausschlaggebend: Schlechter Schlaf zehrt an der Kraft, und fehlende Kraft verschlechtert den Schlaf.

Therapeutischer Ansatz

Was gegen Erschöpfung unternommen wird

Genadelt wird an beruhigenden ebenso wie an aufbauenden Punkten, wobei der Befund über die Gewichtung entscheidet. Zeigt sich ein Kältebild mit ständig kalten Händen und Füssen, ergänzt Beifusswärme das Vorgehen, meist über dem Kreuz und an den Unterschenkeln. Weil eine einzelne Sitzung dazu wenig aussagt, gehören chinesische Mischungen oft dazu.

Hinweis

Das ist keine ärztliche Diagnose. Zieht sich eine Erschöpfung über Wochen, gehört sie abgeklärt — in Betracht kommen unter anderem eine Blutarmut, ein Schilddrüsenleiden oder eine Depression. Wer über längere Zeit niedergeschlagen ist, keinen Antrieb findet oder von belastenden Gedanken geplagt wird, sucht ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe.

Häufige Fragen

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Stress & Erschöpfung und Traditionelle Chinesische Medizin.

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